rosengarten
II.
sprühendgrau
die ungeahnten sonnenglanz vergießen
die regenschauer und den regenbogen
zu einem milden meeresgrau verwoben
die augen sollen meine verse grüßen.
dem nebelland das immerkalte wogen
in ungestümem reigentanz umschließen
den inseln voller sprühendgrüner wiesen
sind jene augen ursprünglich enthoben.
drum frag ich nicht nach lilien und lavendel
die flammen sprühen auf gebeugtem stengel
noch nach des südens uferlosem blau
nichts brauche ich als meinen kleinen garten
wo alle wunder lächelnd meiner warten
die bunte welt geballt in sprühendgrau.
Christina Egan ©2023
This sonnet is part of a cycle of 14 poems, whereby each line of the first one (rosengarten I. tiefversteckt) furnishes the first line of a new sonnet.
The island described here is Ireland, but the cycle takes you to other islands, as well as to the palace gardens of Würzburg, Germany, which first inspired me.
Word cloud of colours in the German sonnet cycle (rosengarten I-XIV), generated on the Simple Word Cloud Generator. In the middle are “colourful”, “green”, and “golden”. Since the colours of the roses are not described, the roses themselves are added.









